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Hochlagenobst

Aktualisiert: 10. Okt. 2025


Veschiedene Apfelsorten in Körben auf einem Tisch
Unterschiedliche regionale Apfelsorten ©Naturpark Ötscher-Tormäuer

Seit jeher wurde und wird im Ötschergebiet trotz der rauen Höhenlage Obstbau betrieben, allerdings hauptsächlich zur Selbstversorgung und in bäuerlicher Subsistenzwirtschaft.

Durch den fehlenden Zwang zur Optimierung im Obstbau konnten sich an die Höhenlage und das Klima angepasste, alte, teils seltene Arten und Sorten entwickeln und halten – das Hochlagenobst.

Hochlagenobst bezeichnet Obstarten- und Sorten die angepasst an das raue Klima auch in höheren Lagen ab 600 Meter Seehöhe Ertrag bringen. Diese zeichnen sich neben größerer Robustheit und angepasster Reifezeit auch durch eine erhöhte Frost- und Schneetoleranz aus (vgl. Spornberger et al., 2021).

Neben den bekannten Vorzügen könnten diese Sorten auch Fähigkeiten aufweisen, von denen wir heute noch nichts wissen, wie besondere Inhaltsstoffe oder bessere Verträglichkeit.

Ziel des Projektes Hochlagenobst ist es, in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Obstbaumbesitzer*innen diese Sorten zu finden und in einem Erhaltungsprogramm für die Zukunft zu bewahren. Außerdem soll Wissen über die Bäume und Früchte selbst aber auch über deren Pflege wieder vermehrt werden.

Damit dies gelingt muss neben der Wissensvermittlung auch die Wertschätzung der Menschen für das Obst und die damit einhergehenden Vorteile gesteigert werden. Nur so kann die nachhaltige Erhaltung von Obstgärten- und Bäumen gelingen. Im Rahmen des Projekts werden im Jahresverlauf viele Aktivitäten gesetzt: Obstbaumaktion zur Bestellung standortgerechter Obstbäume, Sortenbestimmung, Altbaumschnittkurs, Vereedelungskurs, Obstpressen mit der mobilen Obstpresse. Die Veranstaltungen im Jahresverlauf sind auf der homepage des Naturparks Ötscher-Tormäuer ausgewiesen.

Im Rahmen des Projekts wurden bereits umfangreiche Berichte zu dem Thema veröffentlicht - diese werden für die interessierte Öffentlichkeit zum download zur Verfügung gestellt.

FACTS:

Standort: ganzer Naturpark

Status: laufend seit 2015

Förderprogramm: KLAR!

Sektorale Ziele Alpenkonvention: Ökosysteme & Biodiversität

Partner: Universität für Bodenkultur, regionale Bauern und Bevölkerung

Maßnahmentyp: Angewandte Biodiversitätsförderung

Drei Personen bei der Probennahme von Mostsorten
Probennahme in Nestelberg © Naturpark Ötscher-Tormäuer

Verschiedene Apfelsorten in einem Korb, symbolisch für Sortenvielfalt
Sortenvielfalt von regionalen Äpfeln ©Fred Lindmoser


Zwei Personen bei der Probennahme von Mostsorten
Probennahme von Obstsorten in Nestelberg © Naturpark Ötscher-Tormäuer





Ihr direkter Kontakt:


Heribert Pfeiffer

Florian Schublach

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